5 Anzeichen, dass ein Kratzer zu tief zum Wegpolieren ist
Daniel von Detailing1 |
Koch-Chemie × COLOURLOCK
COLOURLOCK "Leather Colour" (BMW) — Lederstandardfarbe für BMW
Lederstandardfarbe für BMW / Original OEM Farbe
Koch-Chemie × COLOURLOCK
COLOURLOCK "Leather Fresh" (BMW) — Lederpflegefarbe für BMW
Lederpflegefarbe für BMW / Pflege & Auffrischung in einem
Koch-Chemie × COLOURLOCK
COLOURLOCK "Leather Care Sets" (BMW) — Pflege & Reparatur Sets für BMW
Leder-Pflege- & Reparatur-Sets für BMW / 4 Set-Größen
Koch-Chemie × COLOURLOCK
COLOURLOCK "Leather Fresh" (Porsche) — Lederpflegefarbe für Porsche
Lederpflegefarbe für Porsche / Pflege & Auffrischung in einem
Koch-Chemie × COLOURLOCK
COLOURLOCK "Leather Fresh" (Volvo) — Lederpflegefarbe für Volvo
Lederpflegefarbe für Volvo / Pflege & Auffrischung in einem
Koch-Chemie × COLOURLOCK
COLOURLOCK "Leather Colour" (Audi) — Lederstandardfarbe für Audi
Lederstandardfarbe für Audi / Original OEM Farbe
Koch-Chemie × COLOURLOCK
COLOURLOCK "Leather Care Sets" (Porsche) — Pflege & Reparatur Sets für Porsche
Leder-Pflege- & Reparatur-Sets für Porsche / 4 Set-Größen
Koch-Chemie × COLOURLOCK
COLOURLOCK "Leather Care Sets" (Volvo) — Pflege & Reparatur Sets für Volvo
Leder-Pflege- & Reparatur-Sets für Volvo / 4 Set-Größen
Koch-Chemie × COLOURLOCK
COLOURLOCK "Leather Colour" (Volvo) — Lederstandardfarbe für Volvo
Lederstandardfarbe für Volvo / Original OEM Farbe
Koch-Chemie × COLOURLOCK
COLOURLOCK "Leather Fresh" (Mercedes-Benz) — Lederpflegefarbe für Mercedes-Benz
Lederpflegefarbe für Mercedes-Benz / Pflege & Auffrischung in einem
Koch-Chemie × COLOURLOCK
COLOURLOCK "Leather Colour" (VW) — Lederstandardfarbe für VW
Lederstandardfarbe für VW / Original OEM Farbe
Koch-Chemie × COLOURLOCK
COLOURLOCK "Leather Care Sets" (Audi) — Pflege & Reparatur Sets für Audi
Leder-Pflege- & Reparatur-Sets für Audi / 4 Set-Größen
Was sind die COLOURLOCK Original-Lederfarben? Lederfarben, die nach dem Original-Farbmuster des Fahrzeugherstellers angemischt werden statt nach allgemeiner Palette — für 34 Automarken, in fünf Linien vom Auffrischen über die deckende Reparaturfarbe bis zum Wildleder. Jeder Ton entsteht pro Auftrag.
COLOURLOCK Original-Lederfarben sind markenspezifisch angemischte Lederfarben für den Fahrzeuginnenraum. Der Ton kommt nicht aus einer allgemeinen Farbkarte, sondern aus der Farbdatenbank, die COLOURLOCK über Jahrzehnte aus Original-Ledermustern der Fahrzeughersteller aufgebaut hat — sample-based nennt die Branche das. Du wählst deine Automarke, dann den Farbnamen, den dein Werk vergeben hat: Audi Alabasterweiß, BMW Alaskagrau, Mercedes-Benz Aerograu, Volvo Atacama. Angemischt wird pro Auftrag, deshalb liegt hier nichts im Regal.
Praxistipp von Detailing1: Bei uns landen regelmäßig Anfragen von Kunden, die den Farbnamen aus den Fahrzeugunterlagen bestellt haben und danach eine Stelle im Sitz sehen, die heller leuchtet als der Rest. Der Name war richtig, das Leder ist es nicht mehr. Zwischen Auslieferung und heute liegen Jahre Sonne, Hautfett und Jeans-Abrieb, und Leder driftet dabei richtungsabhängig: Graue Töne ziehen unter UV-Licht ins Bläuliche, helle Töne fangen über Schmutz und Hautfett einen Braunstich. Deshalb zwei Handgriffe, bevor du bestellst. Erstens gründlich reinigen und durchtrocknen lassen — ein Teil des vermeintlichen Farbverlusts ist Schmutz und verschwindet vorher. Zweitens ein Referenzstück suchen, das nie Licht gesehen hat: die Sitzunterseite, die Fläche unter der Kopfstütze, der Streifen hinter der Gurtschlaufe. Diese Stelle zeigt den Werkston, den du bestellst. Der Rest des Sitzes zeigt, wie weit du davon entfernt bist.
Sample-based heißt: Am Anfang jeder dieser Farben stand ein echtes Lederstück aus dem Fahrzeugbau, nicht ein Punkt auf einer Farbkarte.
Die Lederzentrum GmbH startete 1995 in Rosdorf bei Göttingen und beliefert seither Sattler, Aufbereiter und Smart-Repair-Betriebe — Betriebe, bei denen der Kunde nicht „ungefähr schwarz" erwartet, sondern seinen Sitz zurück. Die Farbdatenbank dahinter ist in Kleinarbeit entstanden: physische Muster aus Autohäusern, von Sattlern und aus Kundenfahrzeugen, spektralfotometrisch eingemessen und in reproduzierbare Mischverhältnisse übersetzt. Ein Farbmessgerät zerlegt das vom Muster reflektierte Licht in seine Spektralanteile und rechnet daraus die Pigmentmischung zurück. Heißt für dich: Der Ton ist nicht nachempfunden, er ist nachgemessen.
Seit der Übernahme durch Koch-Chemie im Herbst 2023 sitzt die Linie in Unna und läuft bei uns im Shop unter Koch-Chemie × COLOURLOCK. Sichtbar geändert hat sich die Flasche, nicht die Rezeptur — und der individuelle Farbmisch-Service ist genau der Teil, der bewusst erhalten geblieben ist.
Die Breite ist der eigentliche Punkt dieser Kategorie. Neben den Volumenmarken Audi, BMW, Mercedes-Benz, VW, Skoda, Opel, Ford, Peugeot, Renault, Citroën, Toyota, Nissan, Mazda, Honda, Kia, Mitsubishi, Fiat, Volvo und Saab stehen Jaguar, Land Rover, Range Rover, Porsche, Cadillac, Chevrolet und Chrysler — und mit Ferrari, Lamborghini, Maserati, Bentley, Rolls Royce, Aston Martin und Alfa Romeo auch die Kleinserien, für die es sonst kaum Ersatzfarben gibt. Für einen 30 Jahre alten Jaguar einen Ton zu bekommen, der nicht geraten ist, ist im freien Markt die Ausnahme.
Der Preis dieser Breite ist die Logistik. Marke mal Farbton mal Gebinde ergibt eine Menge an Kombinationen, die niemand sinnvoll bevorratet — deshalb sind diese Farben made-to-order und werden erst nach deiner Bestellung angemischt. Aus dem Detailing1-Alltag ist das der häufigste Punkt vor dem Kauf, und die ehrliche Antwort lautet: Du wartest länger als bei Lagerware und bekommst dafür den Ton, mit dem auch Aufbereiter arbeiten. Wer eine ganze Sitzanlage plant, bestellt deshalb besser einmal das Literformat als zweimal das kleine.
Der Farbton ist bei allen fünf Linien identisch. Was sich unterscheidet, ist der Pigmentanteil und das, was das Bindemittel darunter leisten muss.
COLOURLOCK "Leather Fresh" ist die Lederpflegefarbe und der Standardfall bei jeder Aufbereitung: pflegen und Farbe auffrischen in einem Arbeitsgang. Der Pigmentanteil ist bewusst niedrig, die Bindemittelstruktur weich — die Fläche wird wieder gleichmäßig, ohne dass eine deckende Schicht die Narbung zuschmiert. Es gibt sie als 100 ml für Lenkradkranz, Einstiegskante oder eine einzelne Sitzwange und als 1000 ml / 1 Liter für die komplette Sitzanlage.
COLOURLOCK "Leather Colour" ist die Lederstandardfarbe und deckt, wo Leather Fresh nur angleicht. Höherer Pigmentanteil, robusterer Film, meist mit der Spritzpistole im Kreuzgang aufgetragen — das ist die Stufe für durchgeriebene Seitenwangen, blank gescheuerte Lenkradkränze und echte Umfärbungen. Erhältlich als 250 ml und 1000 ml / 1 Liter. Wer denselben Aufbau ohne Marken-Ton braucht, findet ihn bei den generischen Lederfarben von COLOURLOCK.
COLOURLOCK "Fluid Leather" ist die Lederreparaturfarbe und arbeitet als getönte, dauerelastische Füllmasse: Sie schließt Risse, tiefen Abrieb und Fehlstellen und bringt den Farbton gleich mit. Genau hier zeigt sich, warum die fünf Linien zusammengehören — die ausgehärtete Masse bildet eine glatte, leicht glänzende Oberfläche, die sich vom umgebenden Leder abhebt. Kaschiert wird sie mit Leather Fresh im selben Werkston. Das 20-ml-Gebinde klingt klein und ist es nicht: Rissarbeit ist Millimeterarbeit, nicht Flächenarbeit.
COLOURLOCK "Nubuk Fresh" ist die Wildlederpflege für alles mit angeschliffener Oberfläche: Alcantara, Velours, Nubuk, Rauleder. Hier gelten andere Regeln als beim Glattleder — die Tönung zieht ein, statt einen Film zu bilden, damit der Faserflor beweglich bleibt und aus Samt kein Kunststoff wird. Gebinde: 250 ml und 1000 ml / 1 Liter.
Und die COLOURLOCK "Leather Care Sets" bündeln den ganzen Ablauf in einer Packung — Reiniger, Farbe im Werkston, Schwämme, Bürste und Tücher. Es gibt sie als Set XS und Set XL sowie als Colour & Protect Set und Complete Repair Set. Ihr Wert liegt weniger im Sparen als in der Systemtreue: Wer sich die Bausteine selbst zusammensucht, greift schnell zu einer silikonhaltigen Pflege aus dem Baumarkt — und Silikon blockiert die Vernetzung der wasserbasierten Polymere zuverlässig.
Bis etwa drei bis fünf Jahre reicht der Farbname aus den Fahrzeugunterlagen. Danach entscheidet ein physisches Muster darüber, ob der Ton sitzt.
Der Einstieg führt über Typschild und Ausstattungscode; den exakten Polsterfarbcode gibt in vielen Fällen erst die Abfrage über die Fahrgestellnummer beim Händler heraus. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Ledersorte und Farbe: BMW Dakota, Vernasca und Merino, Mercedes-Benz Nappa und Artico, Audi Valcona, VW Vienna beschreiben die Lederart — der Ton heißt daneben Alaskagrau, Aerograu, Achat oder Bluemetal. Bestellt wird nach dem Ton, nicht nach der Sorte.
Bei gealtertem Leder kippt die Logik. Der Name beschreibt den Zustand bei Auslieferung, nicht den heutigen. Sitzflächen und Fahrerseite liegen nach zehn Jahren regelmäßig neben der Rückbank desselben Autos, und beige, sandfarbene und hellgraue Ausstattungen wandern am weitesten. Wer dann punktuell im Werkston färbt, tauscht einen dunklen Fleck gegen einen hellen. Deshalb ziehst du vorher ein Muster: ein Stück von rund einem bis zwei Zentimetern Kantenlänge aus einem verdeckten Bereich — Sitzunterseite, hinter einer Verkleidung, überschüssiges Material an der Gurtschlaufe. Eine abnehmbare Kopfstütze oder Sonnenblende tut es auch.
Aus unserer Beratungspraxis kommt der Punkt, der öfter über den Farbtreffer entscheidet als jede Bestellnummer: Beurteile die Farbe im Tageslicht, nicht im Dämmerlicht und nicht unter LED. Zwei Töne, die unter Kunstlicht identisch wirken, können in der Sonne sichtbar auseinanderlaufen — Metamerie heißt der Effekt, er entsteht aus unterschiedlichen Pigmentmischungen, die nur unter einer Lichtart gleich aussehen, und er trifft Grautöne am härtesten. Leg das Muster an die geöffnete Tür ins Freie und vergleiche dort, bevor du eine ganze Sitzanlage anfasst.
Und ein Detail, das viele überspringen: Reinige, bevor du vergleichst. Ein guter Teil des vermeintlichen Farbverlusts an Lenkrad und Einstiegskante ist Hautfett und Schmutzfilm. Was nach dem Reinigen noch fehlt, ist echter Farbverlust — und nur dafür brauchst du Farbe.
Die Farbe ist der vierte Takt einer festen Strecke. Wer sie zum ersten macht, arbeitet gegen die eigene Vorbereitung.
Der Ablauf ist bei COLOURLOCK durchgängig derselbe, egal ob der Ton aus der allgemeinen Palette oder aus der Markendatenbank kommt: reinigen, entfetten mit einem Entfetter, dann Grundierung & Haftvermittler, wo der Untergrund schwierig ist oder alte Farbe durchschlagen könnte. Danach füllen, wo Material fehlt, dann färben — und zum Schluss Top Coat & Finish als Abriebschutz. Über die Additive & Hilfsmittel stellst du das Ergebnis ein: Vernetzer für die mechanische Belastbarkeit, Verdicker für streichfähige Kantenarbeit, Mattierung für den Glanzgrad.
Aufgetragen wird in hauchdünnen Lagen. Die Farbe kommt auf den Schwamm, nie direkt auf das Leder, und wird tupfend eingearbeitet — ein Lenkradkranz braucht typischerweise drei bis vier Lagen, eine stark vergilbte Sitzwange vier bis sechs. Zwischen den Lagen kurz mit dem Föhn trocknen, und hier liegt die Temperaturgrenze, die kaum jemand auf dem Schirm hat: moderne chromgegerbte Autoleder vertragen bis etwa 90 bis 100 Grad, ältere pflanzlich gegerbte Leder nur rund 70 Grad. Darüber schrumpft die Faser, und das ist nicht rückholbar. Ein Föhn auf höchster Stufe dicht vor der Düse liegt schnell darüber.
Die Ausnahme von der Föhn-Regel ist die Füllmasse. Fluid Leather braucht bei Raumtemperatur etwa ein bis zwei Stunden pro Schicht und darf nicht beschleunigt werden — außen trocken, innen weich ist genau der Zustand, aus dem später neue Risse entstehen. Und nach dem letzten Farbauftrag folgt der unbequeme Teil: rund 24 Stunden ablüften, bevor jemand einsteigt oder eine Pflege draufkommt. Bei uns entstehen die meisten Rückfragen genau an dieser Stelle, weil das Auto am nächsten Morgen wieder gebraucht wird — und wer die Zeit nicht gibt, reibt die eigene Arbeit vom Vortag wieder ab.
Zwei Regeln zum Schluss, die den Unterschied zwischen sauber und sichtbar machen. Ziernähte und angrenzende Kunststoffteile werden abgeklebt, sonst färbt Schwamm-Abrieb die Kontrastnaht mit, und das bekommst du nicht mehr heraus. Und auf Alcantara, Velours und Nubuk kommt kein Top Coat: Jede geschlossene Schutzschicht verklebt den Faserflor. Wildleder wird nach dem Trocknen gebürstet, nicht versiegelt.
Sample-based heißt werksnah, nicht laborgenau auf die einzelne Charge. Wer das vorher weiß, wird hinterher nicht enttäuscht.
Die erste Grenze ist sicherheitsrelevant und nicht verhandelbar. Sitze mit Seitenairbag haben eine kalkulierte Sollbruchnaht, die im Auslösefall exakt definiert aufreißen muss. Wird sie mit Füllmasse zugespachtelt, mit zäher Farbe verklebt oder von einem unzertifizierten Betrieb nachgenäht, ändert sich das Reißverhalten — der Airbag kann verzögert, gar nicht oder in die falsche Richtung auslösen. Für zertifizierte Airbagnähte gibt es geprüfte Parameter aus Entfaltungsversuchen; die Arbeit daran gehört in einen entsprechend zertifizierten Sattler- oder Meisterbetrieb. Färben rund um den Sitz ja, an der Naht selbst nein.
Die zweite Grenze ist der Farbtreffer. Bei einem jungen Innenraum mit intakter Deckschicht sitzt der Werkston sehr nah am Original. Bei einer 20 Jahre alten, sonnengegerbten Ausstattung gibt es nicht mehr „den einen" Ton, sondern einen Kompromiss, der sich harmonisch einfügen muss — das Referenzobjekt hat sich verändert, nicht die Farbe. Bei Sonderledern, hellen Tönen und alten Fahrzeugen gilt deshalb: erst ein Muster an verdeckter Stelle anlegen, trocknen lassen, im Tageslicht vergleichen. Diese Viertelstunde ist die günstigste Versicherung im ganzen Projekt.
Die dritte Grenze ist der Glanzgrad, und sie wird am häufigsten unterschätzt. Gealtertes Leder ist durch Haut- und Kleidungskontakt aufpoliert, es hat Speckglanz. Wer dort eine matt eingestellte Farbe aufträgt, sieht danach nicht den falschen Ton, sondern einen matten Fleck in glänzender Umgebung. Aus unserer Erfahrung kippen mehr Reparaturen über den Glanz als über die Farbe — deshalb steht die Entscheidung matt, seidenmatt oder glänzend vor dem ersten Auftrag, nicht danach.
Dazu drei materialtechnische Grenzen in Kurzform. Perforiertes Leder über Sitzheizung und Sitzbelüftung verträgt keine Füllmasse und nur sehr trockene Farbaufträge, sonst sitzen die Löcher dauerhaft zu. Alcantara mit Rissen oder Brandlöchern lässt sich nicht auffüllen — ist die Mikrofaserstruktur zerstört, hilft nur der Tausch des Panels. Und wenn eine ganze Fläche unregelmäßig ist, wird von Naht zu Naht gefärbt statt von Fleck zu Fleck: Die Naht ist die einzige Kante, an der ein Übergang unsichtbar bleibt. Zuletzt die Beschaffungsgrenze — made-to-order heißt, dass eine Nachbestellung mitten im Projekt dieselbe Anmischzeit kostet wie die erste. Rechne die Fläche vorher realistisch hoch.
Zwei Handgriffe an der Schadstelle klären die Auswahl schneller als jede Produktbeschreibung: einmal mit dem Fingernagel darüberziehen, einmal einen Wassertropfen aufsetzen.
Perlt der Tropfen ab und bleibt der Nagel nirgends hängen, ist deine Fläche pigmentiertes Glattleder in intaktem Zustand. Sieht sie nur matt und müde aus, reicht COLOURLOCK "Leather Fresh" im Werkston deiner Marke. Ist die Farbschicht an Wange, Lenkradkranz oder Einstieg wirklich durchgerieben, kommt COLOURLOCK "Leather Colour" als deckende Stufe. Bleibt der Nagel in einer echten Bruchkante hängen, ist zuerst COLOURLOCK "Fluid Leather" dran — füllen und tönen in einem Schritt, danach mit Leather Fresh angleichen.
Zieht der Tropfen ein und dunkelt die Stelle ab, ist es offenporig. Bei Alcantara, Velours und Nubuk führt der Weg über COLOURLOCK "Nubuk Fresh", ohne Top Coat und mit Bürste zum Schluss. Wer bei null anfängt und die Bausteine nicht einzeln zusammenstellen will, nimmt eines der COLOURLOCK "Leather Care Sets" in seiner Marke. Das gesamte übrige Sortiment findest du unter Alles von COLOURLOCK.
Nach Fahrzeugalter sortiert wird es noch einfacher. Der Leasingrückläufer nach drei bis fünf Jahren zeigt Farbabrieb an der Fahrer-Seitenwange und Glanz auf dem Lenkradkranz — ein Fall für Leather Fresh, meist über ein Set. Der Gebrauchte mit sechs bis zwölf Jahren hat Risse in der Sitzfläche, müde Armlehnen und eine Gurtscheuerstelle — dort wird gefüllt, dann angeglichen. Beim Klassiker ab fünfzehn Jahren steht großflächiges Ausbleichen an, und das läuft über die deckende Leather Colour. Und wenn deine Fläche farblich in Ordnung ist und nur ungleichmäßig glänzt, brauchst du kein Pigment, sondern Glanzgrad — dafür gibt es die pigmentfreien Farbauffrischer.
Und der Punkt, der die ganze Kategorie trägt und in keiner Anleitung fett gedruckt steht: Neuleder ist ab Werk schmutzabweisend versiegelt. Ein frisch bezogenes Ersatz-Panel oder ein neues Lenkrad musst du genauso konsequent entfetten und anschleifen wie ein zwanzig Jahre altes Sitzkissen — bleibt die Werksversiegelung intakt, rutscht die beste Farbe der Welt wieder ab. Der Werkston aus der Datenbank nimmt dir eine von zwei Unbekannten ab. Die zweite bleibt bei dir und heißt Vorbereitung.
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