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Daniel von Detailing1 |
Wematik
Hydrauliköl "HPL46" für Wematik-Hebebühnen (DIN 51524-2)
Hochleistungs-Hydrauliköl nach DIN 51524-2 für Hebebühnen von Wematik
Weber-Werke
Hydrauliköl "HLP-32" für Weber-Werke Hebebühnen (ISO 6743/4-HM)
Hochwertiges Hydrauliköl für Weber-Hebebühnen mit ISO-32-Norm
Welches Öl gehört in die Hebebühne? Das, was der Bühnenhersteller vorgibt, bei Hebebühnen meist ein HLP-Öl der Viskositätsklasse 32 oder 46. Hier findest du die Zuordnung zu Weber-Werke und Wematik und die Regeln für Nachfüllen, Mischen und Wechsel. Spindelbühnen brauchen kein Hydrauliköl.
Hydrauliköl ist das Druckmedium hydraulischer Hebebühnen: Die Pumpe im Hydraulikaggregat drückt es aus dem Vorratsbehälter in die Zylinder, die das Fahrzeug anheben. Gleichzeitig schmiert es Pumpe und Ventile und schützt die Hydraulik vor Verschleiß und Korrosion. In Hebebühnen laufen in der Regel HLP-Öle, also Mineralöle mit Zusätzen gegen Verschleiß und Korrosion. Heißt für dich: Das Öl gehört zur Konstruktion der Bühne und ist kein Verbrauchsartikel nach Geschmack.
Praxistipp von Detailing1: Beim Nachfüllen gilt eine feste Reihenfolge: erst die Sorte klären, dann die Kanne ansetzen. Handbuch und Lieferschein verraten, welches Öl ab Werk in der Bühne ist. Nachgefüllt wird nur dieselbe Spezifikation, nie eine andere Viskositätsklasse obendrauf. Bei einer gebrauchten Bühne mit unbekanntem Inhalt wechselst du das Öl komplett samt Tankreinigung, statt zu mischen. Das kostet einmal die volle Füllmenge und spart dir bei jeder späteren Störung die Frage, was eigentlich im Tank ist.
Das Öl überträgt in hydraulischen Hebebühnen die Kraft der Pumpe auf die Zylinder, schmiert dabei Pumpe und Ventile und schützt die Hydraulik vor Verschleiß und Korrosion.
Das betrifft alle Bühnen mit Hydraulikzylindern: 2-Säulen-Bühnen mit elektrohydraulischem Antrieb, Scherenhebebühnen vom Kurzhub bis zur Doppelschere und hydraulische Einsäulen-Modelle. Bei ihnen ist das Öl der Teil der Maschine, der die Last von der Pumpe bis unter das Fahrzeug trägt. Fehlt es oder passt die Sorte nicht, leidet zuerst die Funktion und auf Dauer die Hydraulik selbst.
Anders die elektromechanischen Spindelbühnen. Dort hebt je Säule ein Motor über Spindel und Tragmutter, im Hubsystem ist kein Hydrauliköl. So arbeiten die Weber-Modelle C-2.30 und C-2.40 unter den 2-Säulen-Hebebühnen und die C-1.25 unter den 1-Säulen-Hebebühnen. Wer so eine Bühne besitzt, braucht von dieser Seite nichts; Spindel und Tragmutter werden nach Herstellervorgabe geschmiert.
Im Alltag wird das Öl auffällig, wenn etwas hakt: Die Bühne hebt leer, aber nicht mit Auto, eine Seite hängt nach, oder das Senken zieht sich. In Nutzerforen wird dann schnell das Öl verdächtigt. Es ist eine mögliche Ursache neben Ventilen, Einstellung und Luft im System. Die Fehlersuche gehört deshalb in die Betriebsanleitung und nicht in den nächsten Ölkanister.
Hydrauliköl wird auch für Holzspalter, Traktoren, Fahrradbremsen und Wagenheber gesucht. Für jedes dieser Geräte gilt die Vorgabe seines Herstellers. Die Öle in dieser Kategorie sind für Hebebühnen positioniert; ob eines davon in einen Wagenheber passt, entscheidet dessen Anleitung und nicht die Nähe im Regal.
Die Zahl hinter HLP ist die Viskositätsklasse: HLP 32 fließt bei 40 °C leichter, HLP 46 zäher, beide sind Mineralöle mit Zusätzen gegen Verschleiß und Korrosion.
Viskosität ist die Zähigkeit eines Öls, gemessen in Quadratmillimetern pro Sekunde bei 40 °C. Die Klasse 32 umfasst 28,8 bis 35,2 mm²/s, die Klasse 46 reicht von 41,4 bis 50,6 mm²/s. Übersetzt: Das 46er ist nach Nennwert gut 40 Prozent zäher als das 32er, es fließt träger durch Leitungen und Ventile. Praktisch heißt das: Pumpe, Ventile und Senkgeschwindigkeit einer Bühne sind auf eine dieser Zähigkeiten abgestimmt, deshalb gibt der Hersteller die Sorte vor.
HLP ist die gängige Bezeichnung für Hydraulikflüssigkeit auf Mineralölbasis mit Wirkstoffen gegen Verschleiß und Korrosion. Das Weber-Öl nennt dazu Wasser- und Luftabscheidevermögen sowie Alterungsbeständigkeit. Im Klartext trennt sich eingeschlossene Luft und Feuchtigkeit leichter vom Öl, und es bleibt länger stabil. Für dich bedeutet das weniger Schaum in der Pumpe und ein Öl, das langsamer altert.
Wematik schreibt sein Öl HPL46. Das ist die Produktbezeichnung; die Spezifikation auf der Produktseite ist die eines HLP-Öls der Klasse 46. Die Sorte heißt HLP 46, das Produkt Wematik HPL46, gemeint ist dasselbe Öl. So passen Handbuch und Kanister zusammen.
Daneben gibt es HVLP-Öle. Ihr Viskositätsindex ist verbessert, ihre Zähigkeit ändert sich also mit der Temperatur weniger stark. Das kann in Anlagen mit großen Temperaturschwankungen sinnvoll sein. Ein HVLP ersetzt ein vorgeschriebenes HLP-Öl trotzdem nur, wenn der Bühnenhersteller es freigibt, und im Sortiment führen wir kein HVLP.
Welches Öl in eine Hebebühne gehört, steht im Handbuch des Bühnenherstellers, und die Vorgaben unterscheiden sich schon zwischen Marken derselben Bauart deutlich.
Zwei Scherenhebebühnen, zwei Sorten: Weber-Werke gibt für die Kurzhub-Schere Weber-Werke Scherenhebebühne "KHB-1000E" Weber-Profi-Serie HLP 32 vor, der Scherenhersteller Kroemer für seine Modelle HLP 46. Twin Busch schreibt HLP 32 für alle eigenen Bühnen vor, Wematik empfiehlt für seine Bühnen das HPL46. Wer nur nach Bauart kauft, landet also leicht bei der falschen Klasse. Die Marke der Bühne ist der schnellere Wegweiser als ihre Form.
Bei Kälte gehen die Herstellerangaben auseinander. MAHA verlangt bei dauerhaft unter 15 °C Umgebungstemperatur ein dünneres Öl, Nussbaum nennt unter 5 °C ein ATF, andere Hersteller lassen ausschließlich HLP zu. Eine allgemeine Winterregel gibt es deshalb nicht.
In einem Forenthread fragt ein Besitzer, ob ein 22er statt des 32ers gegen die Kälte hilft; die Antworten raten ab und verweisen auf die Einstellung laut Handbuch. Steht deine Bühne in einem ungeheizten Raum, fragst du beim Hersteller deiner Bühne nach einer Freigabe, bevor du von der Vorgabe abweichst.
Motoröl, Getriebeöl und Bremsflüssigkeit sind kein Ersatz. Sie sind für andere Aufgaben gebaut, Anleitungen von Hydraulikgeräten schließen sie ausdrücklich aus, und eine falsche Flüssigkeit gefährdet die Dichtungen. In Foren liest man gelegentlich, die Viskosität sei egal und Motoröl gehe auch. Die Herstellerangaben sagen das Gegenteil, und an ihnen hängt, ob die Bühne so hebt und senkt, wie sie abgenommen wurde.
Beim Mischen widersprechen sich die Quellen: Ein Schmierstoffhändler hält es für unbedenklich, ein anderer rät bei ungleicher Viskosität ab. Der Bühnenhersteller MAHA erlaubt nur das Nachfüllen gleicher Spezifikation, Rotary schließt das Mischen von Bio- und Mineralöl aus. Die sichere Linie folgt daraus von selbst: gleiche Sorte nachfüllen, bei Zweifeln komplett wechseln.
Den Ölstand einer hydraulischen Hebebühne liest du am Vorratsbehälter bei ganz abgesenkter Bühne ab, weil in angehobener Stellung ein Teil des Öls in den Zylindern steht.
So beschreiben es die Bühnenhersteller Nussbaum und Rotary. Die gesetzliche Unfallversicherung empfiehlt, den Ölstand hydraulischer Bühnen wöchentlich zu kontrollieren; bei privater Nutzung ist das ein guter Maßstab. Die tägliche Sichtkontrolle vor dem Heben, ob irgendwo Öl austritt, beschreibt die Seite Hebebühnen mit den übrigen Prüfpunkten.
Der Wechsel folgt dem Intervall des Herstellers. Twin Busch nennt einen jährlichen Wechsel, bei dem der Tank geleert und gereinigt sowie Öl und Ölfilter erneuert werden, Nussbaum ebenfalls jährlich, Stertil-Koni etwa alle 2 Jahre. Der Ölwechsel gehört damit in den Wartungsplan und nicht erst in die Reparatur.
Wasser im Öl, zum Beispiel Kondenswasser, beschleunigt Alterung und Korrosion. Rotary nennt als Grenze einen Wasseranteil von höchstens 2 Prozent. Heißt für dich: Steht die Bühne in einem feuchten oder ungeheizten Raum, überziehst du das Wechselintervall des Herstellers besser nicht.
Nach dem Befüllen wird die Hydraulik nach Betriebsanleitung entlüftet, in Nutzerberichten durch mehrmaliges Heben und Senken. Entlüften heißt, eingeschlossene Luft aus Leitungen und Zylindern zu treiben. Luft lässt sich zusammendrücken, Öl kaum. Merkst du daran: Eine Bühne mit Luft im System ruckelt, oder eine Seite hängt nach.
Bei der ersten Inbetriebnahme gehören Ölmenge, Endschalter und Senkgeschwindigkeit zusammen: Forenberichte zu einer Weber-Kurzhubschere und einer Wematik-Schere beschreiben, dass die Senkgeschwindigkeit eingestellt werden musste und ein Senkventil ab Werk geschlossen war. Wenn die neue Bühne am ersten Tag träge wirkt oder nicht senkt, kann das Teil der Einrichtung sein und muss kein Defekt sein.
Die Schritte fürs Prüfen und Nachfüllen stehen kompakt in der Anleitung unter dieser Beschreibung. Reparaturen an Ventilen oder Zylindern gehören nicht dazu; sie bleiben Sache des Kundendienstes oder einer befähigten Person nach Herstellervorgabe.
Das Sortiment ordnet jedes Öl einer Bühnenfamilie zu: das HLP-32 von Weber-Werke den Weber-Hebebühnen, das HPL46 von Wematik den Wematik-Hebebühnen, beide laut Produktseite mit Verschleißschutz.
Das Weber-Werke Hydrauliköl "HLP-32" kommt im 10-Liter-Gebinde und ist laut Produktseite für Weber-Hebebühnen bestimmt. Weber-Werke nennt dafür zinkhaltige Zusätze gegen Verschleiß. Es passt zu den hydraulischen Modellen aus dem Programm der Weber-Werke, etwa zur Kurzhub-Schere KHB-1000E. Für die Spindelbühnen derselben Marke ist es nicht gedacht, weil sie ohne Hydraulik heben.
Das Wematik Hydrauliköl "HPL46" gibt es mit 5 und 10 Litern. Die Produktseite beschreibt es als geeignet für sämtliche Hebebühnen von Wematik und nennt Verschleißschutz und Alterungsbeständigkeit. Die Wematik Scherenhebebühne "Miami Plus" Basic hat laut Hersteller einen Tank mit 5 Litern, und laut Produkttitel liegen ihr 5 Liter Öl bei.
Twin Busch schreibt für seine Bühnen ebenfalls HLP 32 vor. Entscheidend ist die Spezifikation im Handbuch, nicht die Marke auf dem Kanister. Nennt das Handbuch HLP 32 ohne weitere Einschränkung, kommt ein Öl derselben Spezifikation in Frage; verlangt der Hersteller ein bestimmtes Produkt, gilt seine Vorgabe.
Menge und Vorrat behandelt die Unterkategorie Hydrauliköl im Kanister, hier geht es um die Sorte.
Die Kaufentscheidung beim Öl folgt der Bühne: Hersteller und Modell bestimmen die Sorte, das Handbuch die Menge, und der Lieferumfang zeigt, ob überhaupt nachgekauft werden muss.
| Deine Bühne | Vorgabe laut Hersteller | Passendes Öl |
|---|---|---|
| Weber-Werke, hydraulisch | HLP 32 | Weber-Werke HLP-32 |
| Wematik | HPL46, Klasse 46 | Wematik HPL46 |
| Twin Busch | HLP 32 | Öl gleicher Spezifikation laut Handbuch |
| andere Marke | steht im Handbuch | Spezifikation abgleichen |
| Spindelbühne, etwa Weber C-2.30 oder C-1.25 | keine Hydraulik im Hubsystem | kein Hydrauliköl, Spindel nach Herstellervorgabe schmieren |
Die Menge richtet sich nach der Bühne. Zwischen einer Kurzhub-Schere und einer Doppelschere liegt ein Mehrfaches an Füllmenge, deshalb zählt die Angabe im Handbuch mehr als jede Faustregel. Für einen kompletten Wechsel rechnest du die volle Füllung, fürs Nachfüllen nur die Menge bis zur Markierung. Steht die Bühne kalt, klärst du vorher mit dem Hersteller, ob die Vorgabe dort auch gilt.
Der Hinweis, den wir aus unseren Bestellungen mitnehmen: Das HPL46 landete mehrfach im selben Warenkorb wie die Miami Plus, der laut Titel bereits 5 Liter Öl beiliegen, und eine Rückgabe hatte genau diesen Grund. Prüf deshalb zuerst Karton und Lieferschein, dann das Handbuch, und bestell erst danach.
Zu viel Auswahl? Lass dir bei Hydrauliköl helfen:
Detailing1 bei Google als bevorzugte Quelle hinzufügenIn eine Hebebühne gehört das Hydrauliköl, das der Bühnenhersteller im Handbuch vorgibt, meist ein HLP-Öl der Viskositätsklasse 32 oder 46. Weber-Werke und Twin Busch nennen HLP 32, Wematik das HPL46. Für Weber-Bühnen passt das Weber-Werke Hydrauliköl "HLP-32", für Wematik-Bühnen das Wematik Hydrauliköl "HPL46".
HLP bezeichnet Hydrauliköl auf Mineralölbasis mit Zusätzen gegen Verschleiß und Korrosion. Die Zahl dahinter ist die Viskositätsklasse: HLP 32 liegt bei 40 °C zwischen 28,8 und 35,2 mm²/s, HLP 46 zwischen 41,4 und 50,6 mm²/s. HVLP-Öle ändern ihre Zähigkeit mit der Temperatur weniger, brauchen in der Hebebühne aber die Freigabe des Herstellers.
Nachfüllen solltest du nur Öl derselben Spezifikation, also die Sorte und Viskositätsklasse, die ab Werk in der Bühne ist. Die Angaben zur Mischbarkeit gehen auseinander; der Bühnenhersteller MAHA erlaubt nur gleiche Spezifikation, Rotary schließt das Mischen von Bio- und Mineralöl aus. Bei unbekanntem Inhalt, etwa einer gebrauchten Bühne, ist ein kompletter Wechsel der sichere Weg.
Nein. Motoröl, Getriebeöl und Bremsflüssigkeit sind kein Ersatz für Hydrauliköl, Anleitungen von Hydraulikgeräten schließen sie ausdrücklich aus. Die Hebebühne ist auf die vorgegebene HLP-Sorte ausgelegt, eine andere Flüssigkeit gefährdet Dichtungen und Funktion. Forenaussagen, die Viskosität sei egal, widersprechen den Herstellerangaben, und nach diesen richtet sich die Bühne.
Das Intervall legt der Bühnenhersteller fest: Twin Busch nennt einen jährlichen Wechsel samt Tankreinigung und neuem Ölfilter, Nussbaum ebenfalls jährlich, Stertil-Koni etwa alle 2 Jahre. Den Ölstand prüfst du häufiger, die gesetzliche Unfallversicherung empfiehlt wöchentlich, jeweils bei ganz abgesenkter Bühne. Wasser im Öl, etwa Kondenswasser, lässt es schneller altern.
Kaltes Hydrauliköl ist zäher und fließt langsamer, deshalb heben und senken hydraulische Bühnen in ungeheizten Räumen träger. Ob ein dünneres Öl erlaubt ist, entscheidet der Bühnenhersteller: MAHA nennt unter 15 °C dauerhaft ein dünneres Öl, Nussbaum unter 5 °C ein ATF, andere lassen nur HLP zu. Ohne Freigabe bleibt die vorgegebene Sorte im Tank.